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Schoenstatt
Apostolische Bewegung

Papst trauert um verstorbenen Desmond Tutu

By: Vatican News/kap – pr

Das schreibt der Papst in einem Beileidstelegramm an die Angehörigen von Tutu, das der Vatikan an diesem Sonntagnachmittag veröffentlichte.

Dienst am Evangelium

Darin lässt der Papst der Familie des Verstorbenen sein tiefes Mitgefühl ausrichten und würdigt Tutus Einsatz: Er habe „durch die Förderung der Gleichheit der Rassen und der Versöhnung in seinem Heimatland Südafrika“ einen Dienst am Evangelium geleistet, so Franziskus in dem von seinem Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichneten Telegramm. Für alle Trauernden erbitte der Papst Frieden und Trost, heißt es darin weiter. Papst Franziskus hatte Tutu neben anderen bedeutenden Nichtkatholiken in seiner jüngsten Enzyklika „Fratelli tutti” (2020) als Quell der Inspiration erwähnt.

Erzbischof Desmond Tutu war im Alter von 90 Jahren in Kapstadt verstorben, wie Staatspräsident Cyril Ramaphosa am Sonntag mitteilte. Obwohl er sich zu seinem 79. Geburtstag im Oktober 2010 offiziell aus der Öffentlichkeit zurückzog, äußerte sich Tutu bis zuletzt kritisch gegen Rassismus und Diskriminierungen in Südafrika und in vielen Ländern der Welt.

Gewaltloser Kampf gegen Rassentrennung

Nach seinem Rücktritt als anglikanischer Erzbischof von Kapstadt 1996 wirkte der Friedensnobelpreisträger von 1984 als Vorsitzender der südafrikanischen „Wahrheitskommission”, die Verbrechen im Apartheid-Staat zwischen 1960 und 1994 aufklären sollte. Für seinen gewaltlosen Kampf gegen die Rassentrennung in Südafrika wurde Tutu 1984 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet; im selben Jahr wurde er zum Bischof von Johannesburg ernannt.

Von 1986 bis 1996 war er Erzbischof von Kapstadt und damit Oberhaupt von rund zwei Millionen Mitgliedern der Anglikanischen Gemeinschaft in Südafrika. Im November 1995 ernannte ihn der damalige Staatspräsident Nelson Mandela zum Vorsitzenden der „Kommission für Wahrheit und Versöhnung”. Diese Aufgabe bekleidete er bis zur Übergabe des Abschlussberichts im Oktober 1998.

Quelle: Vatican News

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