Verkündigungsbulle für das Heilige Jahr 2025. Unter dem Motto „Pilger der Hoffnung“ machen sich Gläubige aus aller Welt für das Jubeljahr nach Rom auf oder begehen das Jubiläum in ihren Ortskirchen.

Im Zeichen der Hoffnung

„Möge das Heilige Jahr für alle Gelegenheit sein, die Hoffnung wieder aufleben zu lassen“ – wünscht ihnen der Papst und erinnert an die Kraft aus dem Glauben – „das Wort Gottes hilft uns, Gründe dafür zu finden“. Diese Hoffnung sei unerschütterlich, nichts könne uns von der Liebe Gottes trennen, bekräftigt Franziskus (vgl. Röm 8,35.37-39).

Vollständige Bulle

Eng mit Hoffnung verbunden ist eine weitere Tugend – Geduld, wie es in der Verkündigungsbulle weiter heißt. In der schnelllebigen Welt, in der alles nah und verfügbar scheint und gleichzeitig Vereinzelung herrscht, gelte es Geduld als „Frucht des Heiligen Geistes“ wiederzuentdecken, die Hoffnung „als Tugend und Lebensweise konsolidiert“.

Das Heilige Jahr startet – so ist der Bulle zu entnehmen – am 24. Dezember 2024 mit der Öffnung der Heiligen Pforte am Petersdom und endet am 6. Januar 2026 mit Schließung derselben durch Franziskus. Der Papst ist es auch, der die Heiligen Pforten der anderen Papstbasiliken in Rom öffnen wird: die Pforte der Lateranbasilika am 29. Dezember 2024, die von Santa Maria Maggiore am 1. Januar 2025 und die von Sankt Paul vor den Mauern am 5. Januar 2025. Geschlossen werden diese drei Pforten am 28. Dezember 2025, einige Tage vor Abschluss des Jubeljahrs.

Der Papst verfügt, dass Diözesanbischöfe am 29. Dezember 2024 in allen Kathedralen und Ko-Kathedralen die Heilige Eucharistie als feierliche Eröffnung des Jubiläumsjahres nach dem Ritual feiern, das für diesen Anlaß vorbereitet wird. Bei der Feier in der Kirche der Co-Kathedrale kann der Bischof durch einen von ihm bestimmten Delegierten vertreten werden.

Ablass

In der Geschichte haben die Heiligen Jahre die christliche Hoffnung genährt. Das Heilige Jahr 2025 mit dem Motto „Pilger der Hoffnung“ knüpfe daran an, so Franziskus, der im Jahr 2016 bereits ein außerordentliches „Heiliges Jahr der Barmherzigkeit“ (8. Dezember 2015 bis 20. November 2016) durchführen ließ.

Für das aktuelle Heilige Jahr werden rund 30 Millionen Besucher erwartet. Wer in dem Zeitraum nach Rom pilgert und dort die sogenannte Heilige Pforte durchschreitet, kann einen Nachlass zeitlicher Sündenstrafen erhalten. Weltweit finden in dieser Zeit besondere Gebete und Glaubensinitiativen statt; das erste Jubeljahr wurde 1300 von Papst Bonifatius VIII. (1294-1303) ausgerufen.

Movimento de Schoenstatt Itália
Belmonte

Die Forderungen des Papstes

In der Verkündigungsbulle sind in 25 Punkten Bitten, Impulse und konkrete Appelle rund um das Thema Hoffnung formuliert. Franziskus richtet dabei den Blick auf Kranke und Migranten, Alte und Junge, Häftlinge und Menschen in Situationen des Krieges und Leids und wendet sich mit konkreten Aufrufen an Verantwortlichen der Staaten und Politik.

Für die Welt, „die sich wieder einmal inmitten der Tragödie des Krieges befindet“, erbittet der Papst Frieden.

Mit Sorge blickt der Papst auf den Rückgang der Geburtenraten in verschiedenen Ländern der Welt. Franziskus fordert mehr Anstrengungen der Staaten und Gesetzgeber, um dem Problem entgegenzuwirken. Auch müssten Glaubensgemeinschaften und Zivilgesellschaften zu einer Kultur des Lebens beitragen; statt „leere Wiegen“ brauche es das „Lächeln vieler Jungen und Mädchen“.

Beichte und Missionare der Barmherzigkeit

Der Papst kündigt weiter an, dass der Dienst der Missionare der Barmherzigkeit, der während des Außerordentlichen Jubiläums eingeführt wurde, weitergeführt werden soll. Er bittet die Bischöfe, sie dorthin zu schicken, wo „Hoffnung auf eine harte Probe gestellt“ werde wie Gefängnissen, Krankenhäusern oder Orten verletzter Menschenwürde – um Vergebung und Trost zu spenden.

Gebetsstationen an Marienwallfahrtsorten

Franziskus lädt auch die Pilger ein, die in die Stadt kommen, um an den Marienheiligtümern zu beten, Maria zu verehren und ihren Schutz zu erbitten, damit „vor allem die Leidenden und Bedrängten die Nähe der liebevollsten aller Mütter erfahren, die ihre Kinder nie verlässt, die für das heilige Gottesvolk ein Zeichen der sicheren Hoffnung und des Trostes ist“.

In diesem Zusammenhang erinnern wir daran, dass es in der Ewigen Stadt zwei Schönstattheiligtümer gibt: Cor Ecclesiae und Matri Ecclesiae.

Die Adressen und Kontaktdaten finden Sie hier:

– Cor Ecclesiae-Heiligtum
Via Aurelia Antica, 12, 00165 Rom
Tel. +39 0639378780

– Heiligtum Matri Ecclesiae (Belmonte)
Via di Santa Gemma 17, 00116 Rom
E-Mail: mail@roma-belmonte.info
Website: roma-belmonte.info/de

Cor Ecclesiae

Mit Informationen aus: vaticannews.va/pt