Schönstatt in Spanien: Die iberische Gruppe des Instituts der Diözesanpriester wird gegründet, und die Liga der Diözesanpriester wird ins Leben gerufen

Pfarrer José Aurelio Rosado

Vom 18. bis 20. Oktober 2026 fanden in Madrid zwei wichtige Ereignisse für die priesterliche Präsenz Schönstatts in Spanien statt: die offizielle Gründung der iberischen Gruppe des Schönstatt-Instituts Diözesanpriester und der Start der Aktivitäten der Schönstatt-Priesterliga im Land.

Am Treffen nahm der Generalrektor des Instituts, Dr. Marcelo Cervi, teil; es versammelten sich Priester verschiedener Nationalitäten, die in Spanien leben oder dort ihren Dienst ausüben.

Eine neue Gruppe des Instituts in Spanien

Die Gründung der iberischen Gruppe ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung des Gemeinschaftslebens der Mitglieder des Schönstatt-Instituts Diözesanpriester in Spanien.

Innerhalb des Instituts ist eine Gruppe eine kleine, offizielle Zelle der Gemeinschaft. Im Gegensatz zu den Kursen, die dauerhafte Lebensgemeinschaften bilden, können Gruppen Priester aus verschiedenen Kursen und Regionen zusammenführen, die im selben Gebiet leben oder ähnliche Aufgaben wahrnehmen.

Ihr Ziel ist es, das brüderliche Leben, die gegenseitige Unterstützung, die ständige Weiterbildung und die Pflege der Schönstatt-Spiritualität zu fördern. Unter der Leitung eines Rektors bemühen sich die Mitglieder der Gruppe durch regelmäßige Treffen, ihre gemeinschaftlichen Bindungen zu stärken und sich gegenseitig dabei zu helfen, ihre priesterliche Berufung und Sendung zu leben. Die neue iberische Gruppe wird von Pfarrer Manuel Roldán Roses geleitet, der für eine Amtszeit von drei Jahren ernannt wurde, und vereint Priester aus Spanien, Burundi und der Dominikanischen Republik, die derzeit in Spanien leben.

Die Gründung dieser Gruppe stärkt die internationale Präsenz des Instituts und bietet seinen Mitgliedern einen Raum für größere Nähe, Gemeinschaft, Weiterbildung und den Austausch im priesterlichen Leben.

Schönstatt-Institut Diözesanpriester in Spanien.

Die Priesterliga nimmt ihren Weg auf

Gleichzeitig markierte das Treffen den offiziellen Beginn der Schönstatt-Priesterliga in Spanien.

Seit einiger Zeit treffen sich mehrere an der Liga interessierte Diözesanpriester virtuell und haben kürzlich die Vorbereitung auf das Liebesbündnis abgeschlossen. Beim Treffen in Madrid waren Pfarrer Fernando Rodríguez Fernández aus der Diözese Granada und Pfarrer Iván Sánchez Villalón aus der Diözese Getafe anwesend.

Die Priesterliga ist eine der priesterlichen Gemeinschaften innerhalb der Apostolischen Bewegung von Schönstatt. Seine Mitglieder bleiben voll und ganz in das Leben und den Dienst ihrer Diözesen eingebunden und streben danach, ihre priesterliche Spiritualität durch das Liebesbündnis mit Maria und die Pädagogik von Pater Josef Kentenich zu vertiefen.

Im Gegensatz zum Säkularinstitut bietet die Liga eine flexiblere Struktur für das Engagement in der Gemeinschaft und eröffnet Diözesanpriestern einen Weg der geistlichen Bildung, der Brüderlichkeit und der pastoralen Erneuerung.

Bildung, Spiritualität und brüderliches Leben

Während der Zusammenkunft wurden die Gründungsprinzipien, die Organisation und die Verpflichtungen der Liga-Mitglieder vorgestellt. Pfarrer Manuel Roldán leitete Reflexionen über zentrale Elemente der Schönstatt-Spiritualität ein, darunter das Liebesbündnis, das Gnadenkapital, die Blankovollmacht, die Inscriptio, den praktischen Glauben an die göttliche Vorsehung sowie die marianische Werkzeugsfrömmigkeit.

Die Teilnehmer legten zudem ein Programm zur Weiterbildung und spirituellen Vertiefung für die kommenden Monate fest. Zu den geplanten Aktivitäten gehören Exerzitien unter der Leitung von Pfarrer Alejandro Zelaya, einem Mitglied des Generalrats des Instituts, im Januar 2027 sowie ein Online-Workshop zum persönlichen Ideal, der ab November 2026 vom Generalrektor, Dr. Marcelo Cervi, geleitet wird.

Einer der bedeutendsten Momente des Treffens war die Eucharistiefeier im Schönstatt-Heiligtum in Pozuelo de Alarcón, wo die Priester von den Schönstättern Marienschwestern herzlich empfangen wurden.

Neben den bildenden und spirituellen Aktivitäten gab es Momente der Gemeinschaft und des Austauschs, die die brüderlichen Bande unter den Teilnehmern stärkten.

Ein Zeichen der Hoffnung für den priesterlichen Dienst

Die Gründung der iberischen Gruppe und der Start der Priesterliga markieren zwei sich ergänzende Schritte in der Entwicklung der Schönstattbewegung in Spanien.

Einerseits stärkt das Institut sein Gemeinschaftsleben und seine Präsenz im ganzen Land. Andererseits eröffnet die Liga den Diözesanpriestern neue Möglichkeiten, die Schönstatt-Spiritualität kennenzulernen und zu leben, um sie in den Dienst ihrer Gemeinden und Diözesen zu stellen.

Beiden Initiativen liegt dasselbe Anliegen zugrunde, das Pater Josef Kentenich inspirierte: zur Erneuerung der Kirche beizutragen durch Priester, die tief mit Christus, mit Maria und mit ihrem pastoralen Auftrag verbunden sind.

Das Treffen in Madrid sendet somit eine Botschaft der Hoffnung aus: Die Schönstatt-Spiritualität findet weiterhin neue Wege, das priesterliche Leben zu bereichern und der Kirche zu dienen.

Übersetzung: Sr. M. Lourdes Macías
Lektorat: Hildegard Kaiser

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