Am Samstag, dem 22. August 2026, wurde im Heiligtum der Königin der Herzen in Mala Subotica das Fest Maria Königin gefeiert. Rund 1.500 Schönstätter und Schönstätterinnen kamen zusammen – aus nahezu allen Teilen Kroatiens – von Slawonien, Ostkroatien bis Dubrovnik – sowie aus Bosnien und Herzegowina, vor allem aus Mostar und Ljubuški. Viele haben einen sehr weiten Weg auf sich genommen.
Der Tag verband mehrere bedeutende geschichtliche Ereignisse:
♥ 10 Jahre Krönung der Dreimal Wunderbaren Mutter zur Königin der Herzen, 20. August 2016.
♥ 17 Jahre Weihe des ersten kroatischen Filialheiligtums in Mala Subotica, 22. August 2009.
♥ 25 Jahre Gründung der kroatischen Schönstattfamilie, 22. August 2001.
Dem Fest ging eine Novene von neun Monaten voraus und unmittelbar davor vom 19. bis 21. August ein geistliches Triduum, das von Pater Christoph Horn gestaltet wurde. Durch Gebet, Eucharistiefeier und Anbetung vor dem Allerheiligsten bereitete sich die kroatische Schönstattfamilie gemeinsam auf den Jubiläumstag vor.
Ein Heiligtumsgelände in Herzform
Die grüne Oase in Herzform, in der das Heiligtum der Königin der Herzen, der Bildstock, der Sommeraltar, das Pilgerhaus und weitere Gebäude liegen, war durch den lang ersehnten Sommerregen erfrischt und empfing die zahlreichen Pilger.

Pater Christoph Horn, der die kroatische Schönstattfamilie schon lange begleitet und Rektor des Heiligtums ist, begrüßte die Pilger herzlich und stellte das Programm des Tages vor.
Die feierliche Eucharistiefeier am Sommeraltar wurde von Bischof Bože Radoš von Varaždin geleitet. Zahlreiche Priester konzelebrierten, unter ihnen auch Mons. Álvaro Ernesto Isurieta Y Sea, Sekretär der Apostolischen Nuntiatur in Kroatien. Er stammt aus Argentinien und gehört zum Schönstatt-Priesterbund.
Die Krone, die eigentlich das Herz ist
In seiner Homilie lud Bischof Bože dazu ein, bei den Kreuzen des Lebens nicht nur zu fragen: „Warum gerade dieses Kreuz?“ Vielmehr dürfen wir erkennen, dass gerade das Kreuz der Schlüssel zu unserem Heil ist.
Mit Blick auf die Königin der Herzen sagte er:
„Das Herz der Gottesmutter ist gekrönt, und in ihrem Herzen entsteht die Krone.“
Und er erinnerte daran:
„Das erste Wort, das in Marias Seele eingeschrieben ist, lautet: Freue dich, du Begnadete! Freue dich, denn der Herr ist mit dir! Maria möchte das, was sie in ihrem Herzen getragen hat und weiterhin trägt, auch in unser Herz legen: ihren geliebten Sohn. Maria ist die Königin der Herzen, die uns zu dem einlädt, wozu Gott sie selbst berufen hat: zur christlichen Freude!“
Und weiter: Maria zu krönen bedeutet nicht nur, ihr eine äußere Krone aufzusetzen. Es bedeutet, ihr unser Herz und unser Leben zu schenken und ihr zu erlauben, darin Königin zu sein.

Neben Sr. M. Ramona Schneider und Sr. Mariana Hermann nahm auch Sr. M. Anke Rechtien, Provinzoberin der Dynamischen Provinz, Schönstatt, an der Feier teil. Dadurch fühlten wir uns mit dem Ursprungsort, der Quelle verbunden und zugleich mit der ganzen internationalen Schönstattfamilie.
Unter den Gästen befanden sich außerdem Vertreter des öffentlichen Lebens und der örtlichen Behörden.
Wo Herzen brennen, wächst Zukunft
Unter diesem Thema stand das Nachmittagsprogramm. Gestaltet wurde es von Sr. M. Ramona Schneider in Zusammenarbeit mit mehreren Schönstättern. Im Mittelpunkt stand die Geschichte der kroatischen Schönstattfamilie abgekürzt im Kroatischen als HŠO.
H – Hrvatska (Kroatien). Wir haben unser schönes Land Kroatien betrachtet. Ein Land nicht nur von außergewöhnlicher Schönheit, sondern vor allem ein Land mit einem großen Herzen – einem Herzen, das für Gott, die Familie, die Freiheit und das Vaterland schlägt.
Š – Šenstat (Schönstatt). Wir haben uns daran erinnert, wer uns Schönstatt nach Kroatien gebracht hat: Pater Rudolf Chrysostomus Grill, Frau Hedwig Maria Weinzierl, Pater Christoph Horn, die Schönstätter Marienschwestern: Sr. Mariana und Sr. M. Ramona und viele andere.
O – obitelj (Familie). Wir haben uns an unseren Ersten gefreut, die sich in unserem Land die Schönstattspiritualität zu eigen gemacht und viele andere dafür entzündet haben. Wir denken vor allem an Mons. Ivan Šešo und an Schwester Mirjana Kukuljan, die als Karmelitin für Schönstatt arbeitete und von ihren Vorgesetzten dafür freigestellt wurde.

Deutlich wurde bei allem: Die kroatische Schönstattfamilie ist nicht von einem Tag auf den anderen entstanden. Sie ist über Jahrzehnte gewachsen – durch Menschen, die geglaubt, gebetet, Entscheidungen getroffen, Opfer geschenkt und immer wieder ihr „Ja“ gesprochen haben.
So konnte langsam im Liebesbündnis eine Familie entstehen.
Eine Aussage fasste diese Erfahrung besonders treffend zusammen: Wenn wir selbst für Schönstatt brennen, werden wir auch andere entzünden.
Gott schreibt Geschichte oft an unscheinbaren Orten
Ein weiterer Teil des Programms richtete den Blick auf die Geschichte des Heiligtums in Mala Subotica.
Auf einem kleinen, zunächst unscheinbaren Stück Land entstand das erste kroatische Schönstatt-Filialheiligtum. Heute ist dieser Ort für viele Menschen zu einem geistlichen Zuhause geworden – zu einem Ort des Gebetes, der Begegnung im Liebesbündnis.
Im Rückblick erkennen wir deutlich, „den Finger Gottes“: Gottes Führung, durch viele Jahrzehnte hindurch – vom steinernen Heiligtum zum Herzensheiligtum.
Das Heiligtum in Mala Subotica erinnert zugleich an eine tiefe schönstättische Erfahrung: Der Mensch braucht Heimat und ein Zuhause in einem edlen Herzen.
„Mein Herz – Dein Heiligtum“
Ein besonderer Moment des Nachmittags war ein Gebet an die Königin der Herzen. In Anrufungen wurde Maria für ihre Führung und ihre Gegenwart gedankt.
Wir dankten ihr dafür, dass sie dieses Grundstück in Mala Subotica erwählt hat, um hier mit ihrem Sohn Wohnung zu nehmen. Das Grundstück in der Form eines Dreiecks in das sich fast wie von selbst die Form des Herzens eingefügt hat. Das Heiligtum mitten in einem Herzen aus Zypressen – ein sprechendes Zeichen dafür, dass die Königin der Herzen sich am liebsten in den Herzen der Menschen niederlässt.
So wurde ein Wort zum Ausdruck der gemeinsamen Geschichte: „Mein Herz – Dein Heiligtum!“
Die Krone im Sonnenlicht
Besonders eindrucksvoll war die Prozession, die während des Nachmittagsprogramms vom Heiligtum zum sogenannten Sommeraltar führte.

Kinder und Erwachsene trugen Schönstatt-Fahnen. Dahinter vier Männer aus unserer Schönstattfamilie, die auf einem Tragegestell eine Nachbildung der Krone trugen – eine Krone, die einer unserer Familienväter angefertigt hatte aus einer Granate des letzten Heimatkrieges in den 90 er Jahren.
Fast den ganzen Tag hatte sich die Sonne hinter den Wolken verborgen. So konnten die Pilger bei angenehmen Temperaturen dieses besondere Fest am Heiligtum feiern.
Doch gerade als die Prozession den Sommeraltar erreichte, brach die Sonne durch die Wolken und ließ ihre Strahlen auf die Krone fallen.
Es war, als würde Maria selbst durch dieses kleine Zeichen sagen:
„Auch wenn es nur eine Nachbildung ist – ich werde sie mit meinen Strahlen zum Leuchten bringen und vergolden.“
Und tatsächlich wurde die Krone von den Sonnenstrahlen erhellt. Für viele war es ein stiller, bewegender Moment.
Danach beteten wir gemeinsam das Gebet zur Erneuerung der Krönung.
Mehr als 600 Bilder der Pilgernden Gottesmutter
Ein weiterer Höhepunkt war die Segnung der Bilder der Pilgernden Gottesmutter.
Mehr als 600 Bilder aus zahlreichen kroatischen Diözesen waren auf einer langen Tischreihe zu sehen. Hinter jedem Bild stehen Menschen, Familien und Gemeinschaften, die Monat für Monat ihr Zuhause für Maria öffnen, ihr Leben mit ihr teilen und ihre Erfahrungen mit ihr machen. Nach der Segnung machten sich die Bilder wieder auf den Weg – zurück in die Häuser und Familien, zu den Menschen.
So wird das Heiligtum von Mala Subotica weit über seinen sichtbaren Ort hinaus lebendig.

Im Mittelpunkt: Christus
Bei einem Jubiläum gibt es vieles zu erzählen: von Menschen, von Geschichte, von Begegnungen, von Dankbarkeit und von dem, was gewachsen ist.
Doch mitten in all dem gab es auch den Moment der Stille.
In der Anbetung vor dem Allerheiligsten, die Pater Christoph Horn leitete, wurde alles wieder auf die Mitte ausgerichtet: Christus.
Denn Maria führt immer zu ihrem Sohn.
Nach allem, was gesagt, gesungen und gefeiert wurde, blieb jener Augenblick, in dem es nicht mehr vieler Worte bedarf – einfach vor Ihm zu sein, zu danken, sich Ihm anzuvertrauen und auf Ihn zu hören.
Was werden wir weitergeben?
Das Jubiläum war nicht nur ein Fest der Vergangenheit. Es wurde auch zu einer Frage an die Zukunft: Was werden wir denen hinterlassen, die nach uns kommen?
Die kroatische Schönstattfamilie darf dankbar auf die Fundamente schauen, die Generationen vor ihr gelegt haben. Kein noch so kleiner Beitrag und kein Opfer, das aus Liebe geschenkt und in den Gnadenkapital eingebracht wurde, ist verloren.
Vielleicht lässt sich das Anliegen der nächsten 25 Jahre in einem Satz zusammenfassen:
Im Herzen eine Heimat haben, aus dem Liebesbündnis mit der Dreimal Wunderbaren Mutter leben und so zur Erneuerung der Welt beitragen.
Königin der Herzen, führe unsere kroatische Schönstattfamilie auch weiterhin!
Dreimal Wunderbare Mutter, Königin und Siegerin von Schönstatt, mache unsere Herzen zu deinem Heiligtum und führe uns gemeinsam in die Zukunft.
Ja und am Ende gab es eine lange Verabschiedung. Jede lokale Gemeinschaft wollte sich noch separat fotografieren lassen. Und da unsere Koordinatorin von Zagreb gleichzeitig auch Moderatorin unserer monatlichen Radiosendung in Radio Marija ist mit dem Titel: „Schönstatt, das bin ich“, sind viele unserer Bilder auch dort auf der Homepage zu sehen – Hier klicken.



