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Schoenstatt
Apostolische Bewegung

30. Mai in Schönstatt: Das Urheiligtum wird mit Gnaden überflutet

Agathe Hug

Es bleibt dabei – Wir gehen mit! Unter diesem Motto wurde vom 30. Mai bis zum 1. Juni 2024 am Gründungsort der Schönstatt-Bewegung des 31. Mai 1949 gedacht.

Eingeleitet wurden die Feiern mit einer Vigil am 30. Mai abends im Urheiligtum. Die Festmesse selbst fand am 31. Mai 2024 in der Anbetungskirche statt, gefolgt von einem Imbiss im Foyer des Pater Kentenich-Hauses.

Als Abschluss stellten Professor Dr. phil. Joachim Söder und Professor (em.) Dr. Manfred Gerwing die neu edierte und im Patris-Verlag, Vallendar, erschienene Ausgabe der „Epistola perlonga“ vor. Die Veranstaltung fand statt am 1. Juni 2024 im Bundesheim in Schönstatt.

Eine Überraschung: Die Feier wird unterbrochen

Die Vigil am 30. Mai wird so schnell niemand vergessen – weder die ungefähr 100 Mitbeterinnen und Mitbeter am Urheiligtum, noch die zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer, die über Internet dabei sind und „mit Bangen und Staunen“, wie danach in einer Email zu lesen ist, die Geschehnisse verfolgen, denn.

Pünktlich gegen Ende des ersten Teils der dreiteiligen Feier ergießt sich eine „Wasserflut“ mit reichlich braunem Schlamm auf der Straße am Urheiligtum entlang und setzt auch Teile des Platzes vor und neben dem Heiligtum unter Wasser. Die Abflüsse auf der Straße sind verstopft und können das Wasser, das durch sintflutartige Regenfälle zwar nicht direkt überm Urheiligtum, aber in geringer Entfernung vom Himmel gefallen war, nicht mehr aufnehmen.

Die Sitzbänke werden schnell umgelegt und zu Barrieren und Leitplanken für das Wasser umfunktioniert, Sandsäcke, die von anderen drohenden Hochwassern hinter der Kerzenkapelle lagern, werden als Barrieren herbeigeschleppt, die Feuerwehr wird angerufen und ist auch blitzschnell vor Ort, sodass der „Wasserstrom“ relativ zügig weniger wird und schließlich versiegt. Allerdings haben die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr nasse Füße und auch die Kleider tragen braune Schlammspuren.

Was haben wir aus dieser Situation gelernt?

Nachdem sich die erste Aufregung gelegt hat, geht das Gebet weiter. Das heranströmende Wasser hatte die Vigil kurzzeitig unterbrochen, konnte aber nicht den Abbruch der Liturgie bewirken. Mit dem zweiten Teil der Feier geht es weiter.

Pater Alexandre Awi Mello, der der Vigil vorsteht, deutet das Wasser um in Gnadenströme und regt an zu dem Gedanken, dass der gerade erlebte Vorgang ja auch ein Sinnbild ist für den 31. Mai und so wie gerade alle ohne Rücksicht auf eigenen Schaden zusammen geholfen hatten, um das Urheiligtum vor weiterem Schaden zu bewahren, sollte es auch in der Zukunft sein: Wir halten zusammen, arbeiten zusammen, bewahren unser Urheiligtum und alles, was wir damit verbinden, vor weiterem Schaden und tragen gemeinsam Schönstatt und unsere Sendung in die Zukunft.

Meditieren über einen Meilenstein der Geschichte

Begonnen hatte die Vigilfeier mit der Einleitung: Der 31. Mai bringt mit sich ein erneutes Leben aus dem Vorsehungsglauben und er bringt mit sich vor allem ein erneutes Leben aus dem Sendungsbewusstsein und verlangt ein erneutes JA zur Sendungserfüllung.

Über diese Gedanken wollen wir im Folgenden meditieren und uns erneut für diese Sendungserfüllung zur Verfügung stellen.

ES BLEIBT DABEI – WIR GEHEN MIT!

Die Vigilfeier regt also dazu an, zu meditieren über

31. Mai – Leben aus dem vollkommenen Liebesbündnis

31. Mai – Leben aus dem Vorsehungsglauben

31. Mai – Leben aus der Sendungserfüllung

Eine Mischung aus Texten, die zum Nachdenken anregen, passenden Zitaten von Pater Kentenich und Anregungen zur Anwendung auf die heutige Gesellschaft sowie das eigene Leben wechseln ab, umrahmt von Liedern unter der musikalischen Gestaltung von Schwester M. Tabea Platzer.

Den Abschluss bilden das Marienlob, die Fürbitten und der Abendsegen.

Ja – und ganz zum Schluss beginnt das große Reinemachen. Der Platz vor dem Heiligtum wird von einer Reihe ganz fleißiger und unermüdlicher Helferinnen und Helfer von den Schlammrückständen befreit. Die Gottesmutter hat sicherlich ziemlich erstaunt zugeschaut und war ihren Kindern mit Sicherheit für ihren Einsatz sehr dankbar – und auch dankbar war Schwester M. Vanda Friedrich, die Sakristeidienst hatte und sich ziemlich plastisch vorstellte, was gewesen wäre, wenn sie diesen Naturgewalten alleine gegenübergestanden hätte. Vermutlich hätten wir das Wasser (wieder einmal) im Urheiligtum gehabt.

In Kürze werden wir über die nächsten Tage der Vigil berichten.

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