Vom 21. bis zum 23. August 2026 brachte eine neue Ausgabe von Totus Tuus – der Missionsaktion der Schönstattbewegung für Schüler in Uruguay – mehr als 120 Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren zusammen.
Drei Tage lang teilten Jugendliche aus verschiedenen Gemeinschaften eine Erfahrung, die von Mission, Gemeinschaft und Freude geprägt war. Sie gingen auf Menschen und Familien in der Nachbarschaft zu, teilten ihren Glauben und stellten ihre Talente und ihre Zeit in den Dienst anderer.
Die Mission umfasste eine Reihe von Hilfsaktionen, Momente der Besinnung und des Gebets, Gelegenheiten zur Gemeinschaft sowie einen Fackelzug, der in der traditionellen Vigil gipfelte. Jede Aktivität war darauf ausgerichtet, den Jugendlichen zu helfen, den missionarischen Geist konkret zu leben und die Gottesmutter in jedem Menschen zu entdecken, dem sie begegneten.

Alles ist möglich
„Totus Tuus“ ist einer der großen Schätze unserer Familie. Jahr für Jahr ermöglicht diese Mission unseren Jugendlichen eine tiefe Begegnung mit anderen, mit dem Glauben und mit der Gottesmutter und hinterlässt einen Eindruck, der weit über die drei Tage der Mission hinausreicht.
Wieder einmal erinnert uns „Totus Tuus“ daran, was geschehen kann, wenn junge Menschen den Mut aufbringen, auf andere zuzugehen und die Gottesmutter durch sich wirken zu lassen.

„Ich würde es millionenfach wieder tun“
Federico Martínez gehörte zum Organisationsteam und berichtet von seinen Erfahrungen:
„Es war eine unglaubliche Erfahrung. Es war wirklich wunderbar und zugleich eine riesige Herausforderung, da ich zum ersten Mal eine Mission organisiert habe. Als Organisator mitzuwirken ist etwas ganz anderes: Man ist sehr nervös und angespannt und muss sich ständig an den Zeitplan, den Ablauf und alles, was gerade anfällt, anpassen. Aber ohne Zweifel würde ich es noch eine Million Mal tun.
Es ist zutiefst bewegend zu sehen, wie sich die Jugendlichen freuen, wie sie beginnen, sich der Gottesmutter anzuvertrauen, und wie sie jeden Augenblick leben. Und dann, am Ende der Vigil, der heiligen Messe und der Mission, die Früchte zu sehen, ist wirklich beeindruckend.
Wir waren drei Gemeinschaften, die am Sonntag jeweils an einem anderen Ort waren. An einem Tag fand ein Gottesdienst statt, an dem auch junge Menschen aus anderen Gemeinschaften teilnahmen, sodass wir den Transport koordinieren mussten. Wir haben sogar eine Wallfahrt von Ort zu Ort unternommen, um gemeinsam die heilige Messe feiern zu können.
Und genau deshalb freue ich mich so sehr, dass sich all die Arbeit, all die Planung und all die Organisation gelohnt haben. Am Ende macht es das alles wirklich lohnenswert, die jungen Menschen glücklich zu sehen, wie sie die Mission leben und aus allem, was vorbereitet wurde, etwas mitnehmen.„


„Ich bin mit einem erfüllten Herzen nach Hause zurückgekehrt“
Agustina Bocchi nimmt zum dritten Mal an Totus Tuus teil und gehörte auch zum Organisationsteam:
„In diesem Jahr hatte ich die Gelegenheit, als Finanzkoordinatorin für die Mission zu fungieren, und wir hatten eine wundervolle Zeit im Vorfeld der Veranstaltung, geprägt von der Liebe und Begeisterung aller Organisatoren, die dafür sorgten, dass Totus Tuus so reibungslos wie möglich ablief.
Während der Mission haben wir verschiedene Aktivitäten durchgeführt: Wir haben den Innenhof der Pfarrei „Unsere Liebe Frau von Pompeji“ gestrichen, in dem ein Teil der Gruppe untergebracht war; wir haben mit Kindern gespielt, darüber nachgedacht und das Evangelium verkündet.
Vor allem kehrten wir mit einem strahlenden Lächeln von der Mission zurück, nachdem wir mit mehreren Menschen aus der Nachbarschaft gesprochen hatten, die ihre Geschichten mit uns teilten. Besonders gerne erinnere ich mich an den Besitzer eines Zeitungskiosks in der Nachbarschaft, der uns seine ganze Geschichte erzählte. In solchen Momenten sehen wir die Gottesmutter am deutlichsten: in all jenen, die uns ihre Türen öffnen und Teil ihrer Geschichte werden lassen.
Außerdem veranstalteten wir einen Fackelzug durch das Viertel, gefolgt von der Nachtwache. Wir hatten eine Zeit der Anbetung, in der die Jugendlichen aus der Spiritualitätsgruppe wunderschöne Gedanken mit uns teilten und wir dem Jugendchor lauschten.
Zweifellos war es eine großartige Mission! Zu sehen, wie die Missionare Spaß hatten und voller Energie und Begeisterung herumsprangen, macht all die Mühe zu 100 Prozent lohnenswert.
Ich kehrte mit einem Herzen voller Freude und einem breiten Lächeln nach Hause zurück. Es ist erstaunlich, was wir erreichen können, wenn wir die Gottesmutter durch uns wirken lassen.“

Die Totus-Tuus-Erfahrung zeigt einmal mehr, dass sich die Mission nicht darauf beschränkt, auf andere zuzugehen – sie verwandelt auch diejenigen, die sich senden lassen. Inmitten von Begegnungen, Dienst, Gebet und Freude entdeckten die Jugendlichen, dass jeder Mensch, den sie besuchten, zu einem Ort der Begegnung mit der Gottesmutter werden konnte. So hinterlässt „Totus Tuus“ erneut seine Spuren in Uruguay und erinnert die gesamte Familie daran: Wenn sich junge Menschen für die Mission öffnen und auf Marias Wirken vertrauen, ist alles möglich.
Übersetzung: Sr. M. Lourdes Macías
Lektorat: Hildegard Kaiser

