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Schoenstatt
Apostolische Bewegung

Der dritte Tag der Jubiläumsfeierlichkeiten in Schönstatt

Agathe Hug

Ein Triduum hat 3 Tage… Am 1. Juni 2024 treffen sich um 15 Uhr ungefähr 80 Personen in der Hauskapelle des Bundesheimes zur Heiligen Messe. Es ist der dritte Tag der Jubiläumsfeierlichkeiten am 31. Mai in Schönstatt, Deutschland.

Die musikalische Gestaltung haben Pater Guillermo Agustín Alvarez und Pater Pedro Kühlcke übernommen. Pater Alexandre Awi Mello ist Hauptzelebrant, Pater Eduardo Aguirre predigt.

Der aktuelle Hausherr, Werner Philipps, begrüßt die versammelte Schönstattfamilie und führt aus, dass das Bundesheim in Schönstatt deswegen für die Vorstellung der neu edierten „Epistola perlonga“ ausgewählt wurde, weil es das Haus ist, in dem 1949, also zur Zeit des III. Meilensteins, Pater Kentenich eigentlich noch wohnte. Es ist das Haus, in dem zu dieser Zeit das Zentrum schönstättischen Lebens war.

Die Hoffnung auf ein neues Engagement für die Sendung Mariens in unserer Zeit

Pater Eduardo Aguirre, der Postulator im Seligsprechungsprozess Pater Kentenichs, berührt in seiner Predigt zwei Punkte: Der 31. Mai 2024 ist 1. einerseits eine Jubiläumsfeier und 2. verbinden wir mit diesem Jubiläum auch Hoffnungen.

Es ist das 75-jährige Jubiläum des Ereignisses 31. Mai 1949, aber auch eines neuen Gnadeneinbruchs. Und wir sind mit diesem Jubiläum gerufen, erneut die Nachfolge unseres Vaters und Gründers anzutreten.

Man kann irgendwie auch verstehen, dass der Bischof von Trier, dass das Heilige Offizium und dass die Leitung der Pallottiner vieles anders sehen, als Pater Kentenich und in seinem Tun keinen göttlichen Einbruch zu sehen vermögen. Sie empfinden die „Epistola perlonga“ und die damit verbundene Haltung Pater Kentenichs als Rebellion und Respektlosigkeit und meinen, in Schönstatt „Ordnung“ schaffen zu müssen.

Die Hoffnung, die wir mit dem Jubiläum verbinden, ist die Hoffnung auf ein neues Engagement für die Sendung Mariens in unserer Zeit.

Worauf aber alle sehr gespannt sind, ist die Vorstellung der Neuausgabe der sogenannten „Epistola perlonga“, also des überlangen Briefes, dessen ersten Teil Pater Kentenich am 31. Mai 1949 im noch nicht fertigen Heiligtum in Bellaviste, Chile, auf den Altar legte und mit dem er (wieder einmal) der Gottesmutter sich und seine Schönstattfamilie neu zur Verfügung stellt und ihr sagt: Gottesmutter, es ist DEINE Sache.

Alle waren begeistert, denn dieses 400 Seiten starke Werk von Pater Kentenich war aus historischen Gründen nur von Gelehrten und Forschern gelesen worden. Und so reichen die 60 gestellten Stühle nicht aus für alle, die gerne zuhören wollen. Auch der kleine Saal ist zu klein. Einige Zuhörerinnen und Zuhörer sitzen dann auch im Saal nebenan und schauen über ihre Handys den Livestream, der über schoenstatt-tv zu sehen ist.

Die Präsentation der Forscher

Als zweites begrüßt Herr Philipps die beiden Professoren, die in einer gut dreijährigen, mühsamen Kleinarbeit jedes Wort der Epistola perlonga umgedreht, den zitierten Quellen nachgegangen und das ganze Werk dann mit 1000 (!!!) Fußnoten versehen haben. Ihnen stellt Herr Philipps immer wieder Fragen, die sie mit großer Kompetenz, aber auch mit großer Überzeugungskraft beantworten.

Es ist eine Veranstaltung mit einerseits sachlichen Informationen, andererseits aber auch sehr überzeugenden und mitreißenden Aussagen der beiden Professoren, die sich auch nicht scheuen, die Frage zu beantworten, was die Bearbeitung des Schriftstückes mit ihnen ganz persönlich gemacht hat und ob oder wenn ja, dann wie es ihr Verhältnis zu Pater Kentenich, den wir und sie unseren Gründer, aber auch unseren Vater nennen, verändert hat.

Was am Ende steht, ist eine neue, auch durch die lebhafte Art von Prof. Söder und Prof. Gerwing vermittelte Begeisterung dafür, dass es zwar herausfordernd ist, an der Sendung Pater Kentenichs und Schönstatts teil zu haben, dass wir aber auch mit einigem Selbstbewusstsein als Schönstätterinnen und Schönstätter auftreten dürfen und unseren Gründer-Vater wirklich nicht zu verstecken brauchen und uns auch frei zu ihm bekennen dürfen.

Nach dem Jubiläumslied von 2014, mit dem die Veranstaltung endet, sind alle eingeladen, bei Empanadas, Kaffee und Kuchen noch zu verweilen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Für alle, die diese Tage nicht am Ort Schönstatt verbringen konnten und für alle, die noch einmal in Ruhe nachfeiern möchten, sind hier die Links zu den Mitschnitten von schoenstatt-tv.

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