Unser Gründer, Pater Josef Kentenich, hat sein Leben der geistlichen und sozialen Erneuerung durch das Liebesbündnis mit Maria gewidmet. Zu seiner Zeit stand die Sorge um ökologische Nachhaltigkeit noch nicht so im Mittelpunkt wie heute. Deshalb hat Pater Kentenich das Thema Nachhaltigkeit in seiner Lehre nicht direkt angesprochen.
Beim Aufbau der Bewegung ließ sich Pater Kentenich von der Idee leiten, in Schönstatt ein Modell für Kirche und Gesellschaft zu schaffen.
Heute, im 21. Jahrhundert, stehen wir vor einer Klima- und Umweltkrise, die dringend einer Antwort bedarf. Als Schönstätter, als Erben der Spiritualität unseres Gründers, haben wir die Verantwortung, seine Prinzipien auf die Herausforderungen unserer Zeit anzuwenden.
Das Liebesbündnis ruft uns auf, Werkzeuge der Verwandlung in der Welt zu sein. Das bedeutet, dass wir unsere Sorge um die persönliche und gesellschaftliche Erneuerung auch auf die Bewahrung der Schöpfung ausdehnen müssen.
Liebesbündnis und Nachhaltigkeit
Wir sollten uns fragen: Wie können wir unser Liebesbündnis so leben, dass es zur ökologischen Nachhaltigkeit beiträgt?
Es ist unsere Aufgabe, die Verbindung zwischen der Spiritualität Schönstatts und der Nachhaltigkeit zu erforschen. Die folgenden Prinzipien können uns dabei inspirieren:
– Bündniskultur: Unsere Bündniskultur um die Verantwortung für die Natur erweitern und erkennen, dass wir Verwalter der göttlichen Schöpfung sind.
– Erziehung zur Verantwortung: Bewusste und ethische Entscheidungen lehren, die das Wohlergehen zukünftiger Generationen und den Schutz der Umwelt berücksichtigen.
– Weltveränderung: Wir setzen uns für eine Kultur der Solidarität, der Gerechtigkeit und des Friedens ein, die auch die Sorge um unser gemeinsames Haus einschließt.
– Heiligkeit im Alltag: Unseren Glauben so leben, dass er unser tägliches Handeln heiligt, einschließlich unseres Konsumverhaltens und unseres Umgangs mit der Natur.

Pater Kentenich hat uns ein Vermächtnis der Liebe und des Einsatzes für die Erneuerung der Welt hinterlassen. Der Überfluss des modernen Konsumzeitalters birgt die Gefahr, dass wir die Dinge des täglichen Lebens nur noch als Gebrauchsgegenstände betrachten. Es herrscht die Mentalität vor, Dinge wegzuwerfen, um neue Dinge zu kaufen. Damit wächst die Gefahr ökologischer Krisen und Katastrophen. Die Antwort darauf ist, wieder eine Beziehung zu den Dingen aufzubauen – zu lernen, „mein“ zu den Dingen zu sagen, die ich persönlich benutze und für die ich persönlich verantwortlich bin. Diese Beziehung zu den Dingen ist für unsere heutige Gesellschaft von entscheidender Bedeutung.
Es liegt nun an uns, den Schönstättern des 21. Jahrhunderts, dieses Erbe in die Tat umzusetzen und ökologische Nachhaltigkeit in unsere Spiritualität und unser Apostolat zu integrieren.
„Was wäre, wenn wir der Erde ein mütterliches Antlitz geben würden, das Antlitz Marias? Würde uns das inspirieren, nachhaltiger zu handeln?
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Rosana Silva – Säkularinstitut Frauen von Schönstatt – Madrid
Übersetzung: Sr. M. Lourdes Macías
Lektorat: Hildegard Kaiser
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