Schule der Synodalität in Belmonte: ein Pionierprojekt von Schönstatt

Dr. Alicja Kostka

Am 1. Januar 2026, und damit noch im Heiligen Jahr versammelte sich eine Initiativgruppe aus verschiedenen Gliederungen der Schönstattbewegung auf Belmonte, im Heiligtum Matri Ecclesiae. Sie stellten sich der Gottesmutter mit der Initiative zur Gründung einer Schule der Synodalität zur Verfügung.

Die Schule der Synodalität soll ihr Zentrum auf Belmonte haben. Gleichzeitig soll vor Ort in den Diözesen durch Schulungen und Vorträge das Verständnis von Synodalität vermittelt und vertieft, sowie die Synodalität allen Gläubigen zugänglich gemacht werden.

Mehrere Stationen haben die Initiativgruppe zu diesem Tag geführt:

  • In zahlreichen Treffen und Gesprächen ist die Überzeugung gewachsen, dass Belmonte aufgrund seiner Sendung ein geeigneter Ort für die Ausbildung in der Synodalität ist – und dass die Zeit dafür jetzt gekommen ist.

  • Das Kirchenbild Pater Kentenichs, das er hier zum Abschluss des II. Vatikanischen Konzils skizziert hat, stimmt in wesentlichen Punkten mit dem Bild der synodal werdenden Kirche überein.

  • Vor sechzig Jahren, am 22. Dezember 1965, hat der Gründer Schönstatts, Pater Josef Kentenich, Papst Paul VI. versprochen, als Gesamtfamilie bei der Verwirklichung der postkonziliaren Sendung der Kirche mit allen Mitteln mitzuwirken.

  • Die von Papst Franziskus initiierte Weltsynode zum Thema Synodalität hat viele Herzen tief berührt. Es wurde spürbar: Hier beginnt etwas Neues. Ein neues Kirchenbild will in der Kraft des Heiligen Geistes Gestalt annehmen. Alle sind berufen und aufgerufen, an der Verwirklichung dieses Wunsches Gottes für das dritte Jahrtausend des Glaubens mitzuwirken.

  • Die Ausbildung in der Theologie der Synodalität – auch auf der Ebene der Habilitation – sowie vielfältige Erfahrungen im Führen, Erleben und Moderieren des Gesprächs im Geist haben den Wunsch geweckt, dieses Wissen und diese Erfahrungen als Frohbotschaft weiterzugeben.

  • Sowohl in der Pastoral, zum Beispiel „Pastoral am Puls“, als auch in Gremien, Kreisen und Gemeinschaften weckt die Synodalität das Herz und ermutigt, kreative Wege zu finden, diesen Ruf des Heiligen Geistes mit anderen zu teilen und die Kirche der Zukunft gemeinsam zu gestalten.

  • In einem Gespräch im Geist (Onlineformat Insieme-Gespräch) am 26. November 2025 hat die Vision, eine Schule der Synodalität auf Belmonte zu gründen, eine starke Resonanz ausgelöst.

Aus der Tiefe all dieser Quellen und Ströme möchte die Initiativgruppe schöpfen und glaubt, dass sie zu diesem Schritt geführt wurden.

Die Gruppe führte all diese Erfahrungen zusammen und setzte symbolisch den Spaten zum Bau einer Schule der Synodalität an. Sie stellten sich der Gottesmutter bewusst zur Verfügung und beteten:

„Gottesmutter, wir sind da.
Gebrauche uns ganz im Sinne deines Planes für diesen Ort.
Wir stellen uns dir zur Verfügung im Anliegen der Gründung einer Schule der Synodalität.
Nimm unser Tun, unsere Talente und Überlegungen an:
– unser Gründungsmanifest,
– unser Programm, das an verschiedenen Orten bereits erprobt und mit Segen weitergegeben wurde,
– unsere Verbündeten hier vor Ort und an anderen Orten, die heute in Präsenz und online mit uns verbunden sind.
Zeige uns den Weg, den wir nun gehen sollen, damit das kleine Pflänzchen unter deinem Schutz wachsen kann.
Sende uns den Heiligen Geist, den wir dringend brauchen, damit wir als deine Werkzeuge und als geliebte Kinder des Vaters diese Schule zu deiner Freude bauen – als Jubiläumsgeschenk an Papst Leo XIV. und als Zeichen der Hoffnung und der Geschwisterlichkeit.“

Als Ausdruck ihres Ernstes und ihrer Bereitschaft, all ihre Kräfte einzusetzen, unterzeichneten sie das Gründungsmanifest auf einer Schriftrolle als bleibendes Zeichen des begonnenen Weges.

Die Vision der Schule der Synodalität wird fortlaufend konkretisiert und weiterentwickelt auf der Grundlage dessen, was erarbeitet und im Geist der Synodalität gemeinsam verantwortet wird.

Weitere wegweisenden Schritte sollen ebenfalls auf dieser Schriftrolle festgehalten werden.

Als nächste Schritte möchten wir uns mit weiteren synodalen Aufbrüchen vernetzen, Ansprechpartner werden, Lehr- und Infomaterial zur Synodalität zusammenstellen und Konzepte für Schulungen entwickeln.

Die Initiativgruppe versteht dieses Vorhaben als ein synodales und gemeinsames Ansinnen und lädt daher zum Mitwirken ein. Interessierte können sich hierfür gerne bei der E-Mail-Adresse school.of.synodality@gmail.com melden. Auf Wunsch kann man sich außerdem zu einem Newsletter anmelden.

Heiliger Geist, führe und begleite uns!

Adsumus, Sancte Spiritus!

Dr. habil. Alicja Kostka (Schönstatt Frauenbund)
Kuno Leibold (Familienbund)
Maria Haag (Mädchen und Junge Frauen)
Maria Hagenmaier (Frauen und Mütter)
Matthias Koch (Schönstatt Mannesjugend)

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