Gemeinsam das Elternhaus von Josef Engling erneuern und die Sommerakademie zum Leben bringen
Im Norden Polens, in einem kleinen Dorf namens Prosity, steht ein schlichtes Haus. Es ist kein großes Gebäude, kein monumentaler Ort – und doch ist es ein Ort voller Geschichte, Hoffnung und Verheißung. Hier wurde Josef Engling geboren.
In den vergangenen Jahrzehnten durfte ich miterleben, wie aus diesem einfachen Haus – verborgen in der Landschaft der ermländischen Hügel – langsam ein lebendiger Ort der Begegnung, des Gebetes und der Inspiration geworden ist.
Pilger kommen hierher, um die Wurzeln eines jungen Menschen zu berühren, dessen Leben viele bis heute bewegt. Menschen entdecken hier eine stille Freundschaft mit Josef Engling und lassen sich von seinem Geist inspirieren – für die Fragen ihres eigenen Lebens.
Und immer wieder wächst die Frage im Herzen vieler Besucher:
Was möchte Gott mit diesem Ort noch wirken?


Ein Traum, der Generationen begleitet
Schon lange bevor ich selbst Schönstatt kannte, pilgerten Menschen nach Prositten.
Vor allem Schönstätter aus Ostdeutschland fanden in Zeiten der Teilung hier einen Ort des Gebetes, weil ihnen der Weg nach Cambrai in Frankreich verschlossen war.
Als ich zwei Jahre alt war, krönten Mitglieder des Frauenbundes aus der ehemaligen DDR die Gottesmutter in der Pfarrkirche von Prositten – im Vertrauen darauf, dass hier einmal ein besonderer Ort der Gnade wachsen würde.
Dieser Traum lebt bis heute
In den 1990er Jahren durfte ich selbst Schönstatt und damit auch Josef Engling kennenlernen. Als ich später Pilgergruppen aus Deutschland begleitete, hörte ich immer wieder einen Satz:
„Hier muss gebaut werden.“
Viele junge Menschen, die heute nach Prosity kommen – oft zum ersten Mal – spüren etwas von diesem Geheimnis des Ortes. Besonders junge Männer aus Polen sagen nach ihrem Besuch:
„Hier ist ein Ort, der Zukunft hat. Die Gottesmutter hat hier Wohnung genommen.“
Ein entscheidender Schritt geschah im Jahr 2016
Die Gottesmutter hat gewissermaßen im Elternhaus von Josef Engling Wohnung genommen – im ehemaligen Stall, der heute zur MTA-Kapelle geworden ist.
So wurde das Haus, in dem Josef aufgewachsen ist, zu einem Ort der Gegenwart Gottes.


Wer das Haus betritt, spürt sofort die Atmosphäre eines einfachen Familienlebens: die Küche, die Kachelöfen, der Brunnen, der Garten… Viele Besucher sagen, dass sie hier an ihre eigene Kindheit erinnert werden.
Das Haus erzählt von einem Leben, das ganz gewöhnlich war – und gerade darin offen für Gott.
Eine Schule wird zur Sommerakademie
Inzwischen gehört auch die alte Dorfschule zu diesem Ort. Hier hat Josef Engling als Junge schreiben gelernt. Hier entstanden erste Gedanken, die später in seinen Tagebüchern festgehalten wurden.
Heute wächst in dieser Schule eine neue Idee: eine Sommerakademie.
Ein Ort, an dem Pilger und junge Menschen für einige Tage zusammenkommen können – um innezuhalten, zu lernen, zu beten und sich neu inspirieren zu lassen.
In verschiedenen Modulen sollen Themen vertieft werden wie:
- Persönlichkeitsbildung
- Schönstatt-Spiritualität
- Ökologische Spiritualität im Geist von Laudato Si’
Die Natur rund um Prosity – still, weit und unberührt – bietet dafür einen einzigartigen Rahmen.
Jetzt braucht das Haus unsere Hilfe
Das Elternhaus von Josef Engling steht noch immer – schlicht und treu wie seit über hundert Jahren. Doch die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen.
Besonders das Fundament des Hauses muss dringend stabilisiert werden. Wasser, das vom Hügel herabfließt, belastet das Gebäude immer stärker. Risse im Mauerwerk zeigen, dass eine grundlegende Sicherung notwendig ist.
Damit dieses Haus auch in Zukunft Pilger empfangen kann, braucht es eine sorgfältige Renovierung.

Gemeinsam Zukunft bauen
Es gibt viele Möglichkeiten, Teil dieser Geschichte zu werden. Sie können:
- nach Prosity kommen und diesen besonderen Ort selbst erleben
- bei einem Arbeitseinsatz an der Renovierung mithelfen
- an der Sommerakademie teilnehmen
- oder den Aufbau durch eine Spende unterstützen
Jede Hilfe – ob groß oder klein – trägt dazu bei, dass dieser Ort weiter wachsen kann.
Eine Frage an unsere Zeit
Die Kirche prüft derzeit im Seligsprechungsprozess eine zentrale Frage: Kann Josef Engling ein Vorbild für die Jugend von heute sein?
Vielleicht liegt ein Teil der Antwort gerade hier – an dem Ort, an dem sein Leben begann.
Indem wir sein Elternhaus erneuern, öffnen wir zugleich einen Raum, in dem junge Menschen seinen Geist neu entdecken können. Einen Geist der Hingabe. Einen Geist der Freundschaft mit Gott. Einen Geist der Geschwisterlichkeit und der Familie.
Herzliche Einladung
Wir laden Sie ein, Teil dieses Weges zu werden.
Damit aus einem kleinen Haus in einem stillen Dorf weiterhin ein Ort wird, an dem Menschen Hoffnung finden.
Kontakt für Spenden und Informationen:
Alicja Kostka, Vizepostulatorin,
akademiaposity@gmail, tel.17651112621
