Vom 18. bis zum 22. August 2026 fanden in Madrid der 11. Kongress und die Generalversammlung der Weltkonferenz der Säkularinstitute (CMIS) statt – zum ersten Mal in Spanien. Unter dem Motto „Im Herzen der Welt: Welche Prophezeiung der Hoffnung?“ versammelten sich 240 Teilnehmer aus 71 Säkularinstituten, die 42 Länder und vier Kontinente vertraten.
Der Kongress befasste sich mit der aktuellen Situation und dem Auftrag der Säkularinstitute, einer Form des geweihten Lebens, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die evangelischen Räte inmitten der alltäglichen Realitäten der Welt gelebt werden.
Einer der Höhepunkte war der Vortrag „Leben von innen heraus“, den Schwester Simona Brambilla, Präfektin des Dikasteriums für Institute des geweihten Lebens und Gesellschaften des apostolischen Lebens, am 19. August hielt. Sie hob die Berufung der Säkularinstitute hervor, fest in der Gesellschaft verankert zu bleiben und im Lichte des Evangeliums „von innen heraus“ zur Umgestaltung ihrer Strukturen, Beziehungen und Kulturen beizutragen. Außerdem stellte sie die integrale Ökologie als wichtiges Kriterium für die Entscheidungsfindung angesichts der Herausforderungen der heutigen Welt vor.
Zu dieser Zusammenkunft waren insbesondere Vertreter jüngerer Generationen der Institute eingeladen. Dies verlieh dem Kongress in Madrid einen besonderen Charakter. Man konnte innerhalb der Generationen ins Gespräch kommen, sich als Vertreter einer jüngeren Generation kennenlernen und gemeinsam nach vorn schauen. Die Säkularinstitute – das bedeutet ein Miteinander verschiedener Charismen und ein Spektrum an unterschiedlichen Lebensformen. Im Vordergrund scheint für die jüngere Generation die Frage zu stehen: Was können wir in diesem Miteinander gemeinsam bewegen?

Fünf Schönstatt-Säkularinstitute im CMIS
Die Schönstattbewegung hat fünf bei der CMIS registrierte Säkularinstitute:
- Frauen von Schönstatt
- Schönstatt-Institut der Diözesanpriester
- SchönstattMarienbrüder
- Schönstätter Marienschwestern
- Schönstatt-Patres
Laut den beim CMIS eingereichten Berichten zählt die Schönstattbewegung 2.065 aktive Mitglieder. In diesen Zahlen sind jedoch die Daten von zwei unserer Säkularinstitute noch nicht enthalten, sodass die Gesamtzahl der geweihten Mitglieder in der Bewegung noch höher ist.
Schönstatt-Vertreter in Madrid
Vertreter von zwei Schönstatt-Säkularinstituten nahmen am Kongress und an der Generalversammlung teil.
Das Schönstatt-Institut der Diözesanpriester wurde durch Dr. Marcelo Cervi, den Generalrektor, und Pater Alejandro Zelaya, Generalkursführer, vertreten.
Die Schönstätter Marienschwestern wurden vertreten durch Sr. M. Lioba Ruprecht, Vertreterin der Deutschen Konferenz der Säkularinstitute; Sr. María Carolina Miranda aus Chile; Sr. M. Rocío García aus Spanien und Sr. M. Patricia Stewart aus Rom.
Ein Schönstatt-Mitglied im Präsidialrat

Im Anschluss an den Kongress berief die CMIS-Generalversammlung die Leiter der Institute ein, um die Fortschritte seit der letzten Versammlung im Jahr 2022 zu bewerten und die neue Präsidentschaft sowie die Mitglieder des CMIS-Rates zu wählen.
Bei dieser Gelegenheit wurde die neue Leitung in die Ämter des Präsidenten, der Mitglieder des Präsidialrats und der Berater gewählt, insgesamt neun Personen.
Dr. Marcelo Adriano Cervi, Generalrektor des Schönstatt-Instituts der Diözesanpriester, gehörte zu den in den Präsidialrat Gewählten.
Die neue Präsidentin ist Barbara Pandolfi, eine Italienerin und Generaloberin des Säkularinstituts „Missionarie della Regalità di Cristo“.
Die neue Leitung setzt sich wie folgt zusammen:
Präsidium:
Präsidentin: Barbara Pandolfi (Italien)
Ofelia Pérez Canario (Dominikanische Republik)
Marcelo Cervi (Brasilien)
Weitere Vorstandsmitglieder:
Miguel Julián Viñals (Spanien)
Adelaide Vaz (Indien)
María José Castejón Giner (Spanien)
Daniela Fusetti (Italien)
Martha Cecilia Duque Muñoz (Kolumbien)
Luigi Chistolini (Italien)
Ein Marienbild für das geweihte Leben mitten in der Welt

In der Mitte des Konferenzraums nahm ein Marienbild einen besonderen Platz ein. Es trägt den Titel „Nuestra Señora de la Secularidad Consagrada“ (Unsere Liebe Frau der geweihten Säkularität). Das Bild zeigt Maria, wie sie mit dem Kind Jesus an ihrer Seite und einem Krug in der Hand auf dem Weg zu den Menschen ist, mitten im Leben, mit ihm.
Das Bild und der Titel fanden bei mehreren Teilnehmern großen Anklang: Maria ist die Frau, die auf einzigartige Weise mit Gott verbunden und zugleich den Menschen nahe ist. Sie geht uns in unserer Berufung voraus; sie steht sozusagen an der Spitze derer, die zum geweihten Leben in der Welt berufen sind. Sie zeigt uns nicht nur anschaulich, was es bedeutet, Gott in der Welt gegenwärtig zu machen; sie geht auch mit uns und nimmt uns an die Hand.
Schönstatt nimmt am Leben der Kirche teil und bringt sich ein – das drückt die Präsenz seiner Institute an diesem Welttreffen der Säkularinstitute aus. Eine wesentliche Dimension ihrer Sendung wird so bekräftigt: ihre Weihe im Herzen der Welt zu leben und von innen heraus an ihrer Umgestaltung nach dem Evangelium mitzuwirken.
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