{"id":72385,"date":"2026-09-14T13:29:07","date_gmt":"2026-09-14T11:29:07","guid":{"rendered":"https:\/\/schoenstatt.com\/?p=72385"},"modified":"2026-09-14T13:29:08","modified_gmt":"2026-09-14T11:29:08","slug":"13-jahre-im-dienst-des-urheiligtums-abschied-von-einer-mission-die-spuren-hinterlasst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schoenstatt.com\/de\/13-jahre-im-dienst-des-urheiligtums-abschied-von-einer-mission-die-spuren-hinterlasst\/","title":{"rendered":"13 Jahre im Dienst des Urheiligtums: Abschied von einer Mission, die Spuren hinterl\u00e4sst"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer in den letzten 13 Jahren Sch\u00f6nstatt besucht hat, ist sicherlich irgendwann einmal <strong>Norbert und Bernadette Weweler<\/strong> begegnet. Im Jahr 2013 \u00fcbernahmen sie die Aufgabe, in der <strong>Sakristei des Urheiligtums<\/strong> zu arbeiten \u2013 ein unauff\u00e4lliger, aber unverzichtbarer Dienst f\u00fcr das Leben und die Aufnahme der vielen Pilger, die an diesen Ort der Gnade kommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem August, nach 13 Jahren des Engagements, der Hingabe und der Liebe zu dieser Aufgabe, geben Norbert und Bernadette ihre Arbeit in der Sakristei ab. Die beiden, die dem <a href=\"\/?page_id=38709\">Sch\u00f6nstatt-Familieninstitut<\/a> angeh\u00f6ren, werden am Ort Sch\u00f6nstatt bleiben und im Bundesheim wohnen. W\u00e4hrend der \u00dcbergangszeit, bis neue Personen diese Aufgabe \u00fcbernehmen und sich mit ihren Aufgaben vertraut gemacht haben, werden sie sich weiterhin unterst\u00fctzend engagieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dieser Zeit hat <strong>das Ehepaar einzigartige und pr\u00e4gende Momente der j\u00fcngeren Geschichte der Apostolischen Bewegung von Sch\u00f6nstatt miterlebt<\/strong>. Zwischen Feiern, Wallfahrten, Treffen und so vielen Ereignissen, die sie am Urheiligtum erlebt haben, gab es auch viele Geschichten, Menschen und Erfahrungen, die ihre H\u00e4nde und ihr Herz ber\u00fchrt haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Abschluss dieser Zeit teilen Norbert und Bernadette einige dieser Erinnerungen und sprechen dar\u00fcber, was es f\u00fcr sie bedeutet hat, so viele Jahre lang im Herzen des Sch\u00f6nstatt-Werkes zu dienen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:32px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"2048\" height=\"1152\" src=\"https:\/\/schoenstatt.com\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Weweler-3.jpg\" alt=\"The Wewelers\" class=\"wp-image-72378\" srcset=\"https:\/\/schoenstatt.com\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Weweler-3.jpg 2048w, https:\/\/schoenstatt.com\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Weweler-3-768x432.jpg 768w, https:\/\/schoenstatt.com\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Weweler-3-1536x864.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 2048px) 100vw, 2048px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Norbert und Bernadette Weweler<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:37px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-container-core-details-is-layout-27e973a5 wp-block-details-is-layout-flow\" open><summary><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Sie haben viele Jahre im Dienst als Sakristanen des Urheiligtums verbracht. Wie hat diese Sendung begonnen und was hat Sie dazu bewogen, diese Aufgabe zu \u00fcbernehmen?<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 1. Sept. 2013 haben wir hier als Sakristane am Urheiligtum begonnen und haben diese Aufgabe von Familie Fellhofer aus Wien \u00fcbernommen. Als wir hier ankamen, war die NdH \u2013 Nacht des Heiligtums \u2013 mit 400 \u2013 500 Jugendlichen in vollem Gang. Nachdem wir also in der ersten Nacht nur 2 Stunden Schlaf bekamen, sagten wir uns: <em>\u201eDas k\u00f6nnen wir nicht schaffen, wir m\u00fcssen wieder nach Haus\u2026\u201c<\/em> Danach wurde es aber besser \u2013 und wir sind dann doch geblieben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was hat uns getrieben, was war der Anlass, dass wir uns gemeldet haben f\u00fcr diese Aufgabe? W\u00e4hrend eines Kurstreffens \u2013 wir sind im Institut der Sch\u00f6nstattfamilien &#8211; im Februar 2013 h\u00f6rten wir zum ersten Mal davon, dass ein neues K\u00fcsterehepaar f\u00fcr das Urheiligtum gesucht wird. Das ging zun\u00e4chst an uns vorbei. Dann war beim selben Treffen noch zweimal die Rede davon. Da f\u00fchlten wir uns auf einmal pers\u00f6nlich angesprochen, wir beide. Wir trafen uns stillschweigend auf unserem Zimmer wieder und sahen uns an: k\u00f6nnte es sein, dass die Gottesmutter UNS meint? Das war ein sehr bewegender Moment f\u00fcr uns, einmal die Tatsache, dass wir wirklich da eine Berufung sp\u00fcren konnten, und zweitens die Tatsache, dass wir beide das so empfanden (es kommt \u00e4u\u00dferst selten vor, dass wir gleichzeitig von einer Idee begeistert sind\u2026).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann kamen wir wieder runter von unserem \u201eTabor-Erlebnis\u201c und begannen zu \u00fcberlegen: wir hatten einen Zimmereibetrieb und Parkettstudio, das unsere Kinder nicht \u00fcbernehmen w\u00fcrden, da sie alle einen anderen Weg eingeschlagen hatten. So stand diesem neuen Weg von da nichts im Weg. Da waren aber noch andere Situationen, die es fast unm\u00f6glich machten, \u00fcberhaupt daran zu denken aus der Heimat \u2013 Westfalen \u2013 wegzuziehen. Da waren unsere V\u00e4ter, Norberts Vater hochdement und wir waren mit der Mutter in der Pflege eingespannt. Da war Bernadettes Vater (91), der auch haupts\u00e4chlich die Tochter als Ansprechperson in der N\u00e4he hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So gab es schwerwiegende Gr\u00fcnde, die dagegen sprachen, dass wir uns mit so einem Gedanken anfreundeten \u2013 und wir waren zur\u00fcck in der Realit\u00e4t. Und sind wieder nach Haus gefahren und haben weitergemacht. Keine vier Wochen sp\u00e4ter ist ziemlich pl\u00f6tzlich der demente Vater gestorben \u2013 und wir hatten den Eindruck, die Gottesmutter ist was am Vorbereiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann kam der 22. Mai mit der Schenkung des Urheiligtums an die Sch\u00f6nstattfamilie. Und Anfang Juni die Anfrage an uns. Jetzt hielten wir erstmal die Luft an, weil es einfach noch viele Dinge gab, die diesem Plan entgegenstanden. Wir lie\u00dfen die Vorsehung arbeiten. Nachdem wir dann von unserem Wunsch in der Familie erz\u00e4hlt hatten, und es dort erstaunlicherweise viel Zustimmung gab, ergab sich eins ins Andere \u2013 f\u00fcr die Mutter, die jetzt allein war, wurde eine sehr gute M\u00f6glichkeit gefunden. Unser Hund w\u00fcrde nicht allein sein. Unsere Mitarbeiter bekamen Stellenangebote von anderen Firmen. Als dann Anfang August Bernadettes Vater nach einem Krankenhausaufenthalt auch starb, da wussten wir eindeutig, wo die Gottesmutter uns haben m\u00f6chte. Dann sind wir mit 2 Koffern hier angekommen und konnten zun\u00e4chst 4 Wochen im Haus Nazareth wohnen, bis wir eine Mietwohnung gefunden hatten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es war also eine besondere Berufungsgeschichte, die auch f\u00fcr &#8211; eigentlich sesshafte &#8211; Westfalen nicht zu \u00fcberh\u00f6ren war.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<div style=\"height:35px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-container-core-details-is-layout-27e973a5 wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Im Laufe dieser Jahre haben Sie sicherlich viele besondere Momente erlebt, von denen einige der gesamten Sch\u00f6nstattfamilie bekannt sind, andere vielleicht eher im Verborgenen blieben. Gibt es eine Erfahrung oder ein Ereignis, das Sie besonders gepr\u00e4gt hat?<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben wirklich entscheidende Ereignisse hier vor Ort miterlebt: das gro\u00dfe 100j\u00e4hrige Jubil\u00e4um, 100 Jahre H\u00f6rde, Pfingstkongresse, das Hl. Jahr der Barmherzigkeit, Jugendfestivals und Familienfestivals, Corona und wichtige Ereignisse der einzelnen Gemeinschaften. Dann jetzt der Umzug der Sakristei aus dem Alten Haus in die vorl\u00e4ufigen Sakristei-Container und in diesem Jahr das 100-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um der Marienschwestern. Wir k\u00f6nnen nicht sagen, dass es ein Ereignis, oder eine Erfahrung gibt, die uns nachhaltig gepr\u00e4gt hat. Wir versuchen, offen zu sein f\u00fcr die Ereignisse und Begegnungen, die der liebe Gott uns an diesem Tag schenken m\u00f6chte. Und dann erreicht er unser Herz, wenn wir gar nicht damit rechnen: in einem kurzen Gespr\u00e4ch mit einem Ehepaar, das ihre Diamanthochzeit im Urheiligtum gefeiert hat und eine tiefe Dankbarkeit in ihrem ganzen Wesen ausstrahlt; in einem ganz ehrlichen und strahlenden Danke f\u00fcr die sch\u00f6nen Blumen; in der Vertrautheit mit den Menschen, die hier t\u00e4glich in Treue die Anbetungszeiten garantieren; in der Hilfe so vieler ehrenamtlicher Helfer und Helferinnen, ohne die es gar nicht ginge. Oder in einem Wort, das das Evangelium auslegt, und wenn eine junge Frau in der Mittagszeit still f\u00fcr sich im Beisein eines Priesters ihr Liebesb\u00fcndnis schlie\u00dft und strahlend in den Tag weitergeht. Es ber\u00fchrt unser Herz, wenn die Priester vor oder nach der heiligen Messe Zeit haben und zur Beichte zur Verf\u00fcgung stehen, sich auf eine Bank auf der Wiese setzen und f\u00fcr die Menschen da sind \u2013 f\u00fcr jeden. Es ber\u00fchren die gro\u00dfen schweren Kr\u00fcge gef\u00fcllt mit Gnadenkapital, die an jedem 18. gen Himmel geschickt werden.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<div style=\"height:35px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-container-core-details-is-layout-27e973a5 wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Wie ist es, das Leben des Heiligtums so hautnah mitzuerleben, es auf die Feiern vorzubereiten, sich um die liturgischen Gegenst\u00e4nde zu k\u00fcmmern und t\u00e4glich die Ankunft von Pilgern aus so vielen L\u00e4ndern zu begleiten? Was hat dieses Zusammenleben in Ihnen geweckt?<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als wir etwa ein Jahr, oder anderthalb Jahre im Dienst waren, hatten wir das gro\u00dfe Jubil\u00e4um gefeiert und alle liturgischen Feste und Hochfeste und Gedenktage miterlebt und versucht, mitzugestalten, wo es m\u00f6glich war. Da haben wir gesp\u00fcrt, wie reich unsere Liturgie ist und wie lebensbejahend. Es ist sch\u00f6n, zu \u00fcberlegen, welche Altarborte passt denn zu diesen Tagen besonders gut und wie k\u00f6nnten wir die Blumen entsprechend farblich aussuchen. Und wie gro\u00df sollten die Gestecke sein, dem Festkreis entsprechend. So gibt es z.B. auch einen besonderen Kelch, den wir gern f\u00fcr Festtage und Sonntage herausholen, um das Besondere dieses Tages auch in diesem Zeichen sichtbar zu machen. An Sonntagen wird zur Anbetung auch gern die gro\u00dfe Monstranz herausgeholt, die das Allerheiligste tr\u00e4gt: Der Tag des Herrn. Es geht darum, IHM einen besonderen Platz im eigenen Herzen anzubieten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn wir an die t\u00e4glichen Pilger und Pilgerinnen, Beter und Beterinnen, die \u201ezuf\u00e4llig\u201c Vorbeigekommenen und an diejenigen denken, die schnell eine Kerze aufstellen und einen Gru\u00df der Gottesmutter sagen, dann sind wir oft sehr ber\u00fchrt: da kommt ein Gedanke wie dieser: <em>\u201eGottesmutter, du hast f\u00fcr jede und jeden Platz, f\u00fcr jeden hast du auch Zeit, dein Herz ist so weit \u2013 jede(r) ist willkommen, und sogar geliebt. Mit allem Dank, und allen Bitten und aller Sehnsucht und aller Freude und Trauer. In Krankheit und Schmerz und im Jubel und festlicher Stimmung. Du bist da.\u201c<\/em> Das beeindruckt uns immer wieder und manchmal d\u00fcrfen wir der Gottesmutter ein bisschen zur Seite stehen und vielleicht Sprachorgan f\u00fcr sie sein. Wenn uns jemand um unser Gebet bittet, oder fragt, ob wir eine Kerze f\u00fcr ein besonderes Anliegen aufstellen k\u00f6nnen, oder wenn wir einfach nur zuh\u00f6ren, manchmal auch etwas Trost oder Mitfreude mitgeben k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sehr sch\u00f6n ist es, wenn Menschen von weit her zum ersten Mal am Urheiligtum sind und manchmal jahrelang daf\u00fcr gespart haben. Sie sind oft sehr bewegt, endlich am Ort ihrer Sehnsucht zu sein, dort, wo das Liebesb\u00fcndnis seinen Anfang nahm. Voller Z\u00e4rtlichkeit oder \u00fcberschw\u00e4nglicher Begeisterung n\u00e4hern sie sich zun\u00e4chst dem Heiligtum, nehmen es an einer Heiligtums-Ecke f\u00f6rmlich <code>in die Arme<\/code>. Sie machen dann Fotos von rechts und links und oben und unten, um dann im Urheiligtum der Mutter und K\u00f6nigin zu begegnen. Da wird es dann meistens ganz still und man sp\u00fcrt die Zweisamkeit zwischen Mutter und Kind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt auch Gruppen, die eine Pilgerreise durch Europa machen und Sch\u00f6nstatt ein Pilgerort unter anderen ist. Da kommt dann oft die Frage, was gab es denn hier f\u00fcr eine Marienerscheinung oder was f\u00fcr ein Wunder ist geschehen. Und unsere Wallfahrtsschwestern sind einfach gut darin, das Besondere unseres Urheiligtums herauszustellen.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<div style=\"height:35px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-container-core-details-is-layout-27e973a5 wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Das Urheiligtum empf\u00e4ngt t\u00e4glich Menschen, die mit ihren Geschichten, Freuden, Leiden und Bitten ankommen. Gab es eine Begegnung mit einem Pilger oder eine Situation in der Sakristei, die das Herz von Ihnen beiden tief ber\u00fchrt hat?<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja, solche Begegnungen gibt es zwischendurch. Z. B. f\u00e4llt mir ein, die gro\u00dfe polnische Wallfahrt. Ich spreche einfach eine Frau an, wie sch\u00f6n doch die Atmosph\u00e4re ist bei dieser Wallfahrt, und sie sagt mir:<em> \u201eWir sind gar nicht mit dieser Wallfahrt hier. Das ist ein gro\u00dfer \u201aZufall\u2018, wir wussten gar nicht, dass heute eine polnische Wallfahrt stattfindet.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und sie erkl\u00e4rte: <em>\u201eMeine Schwester ist gerade aus Polen gekommen, um nach dem Tod unserer Mutter nicht so allein zu sein und wir haben \u00fcberlegt, dass wir nach Sch\u00f6nstatt fahren. Ich kenne Sch\u00f6nstatt ein bisschen, meine Schwester gar nicht, und so sind wir hier. Und sind so bewegt.\u201c<\/em> Beide Frauen waren sehr in Trauer \u00fcber den Tod der Mutter und ich hatte Zeit, einfach ein wenig hinzuh\u00f6ren und da zu sein. Das hat beiden so gutgetan und mir auch. Da ist wirklich innerlich etwas gewachsen. Diese eine Schwester bringt jetzt \u00f6fter Blumen in die Kerzenkapelle und schickt dann ein Foto vom Heiligtum an ihre Schwester in Polen. Und wenn ihre Schwester hier ist, kommen sie gemeinsam zum Beten ins Heiligtum. Wir freuen uns immer, wenn wir uns begegnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einmal kam eine junge Frau, die ihre Kinder zu einer Veranstaltung in die Wasserburg gebracht hatte und fragte nach dem Urheiligtum, was das f\u00fcr ein Ort sei. Wir erz\u00e4hlten ein bisschen und dann sagte sie, dass sie so gern mal wieder in ihrer Muttersprache beichten w\u00fcrde: Tschechisch. Hin und wieder gibt es hier auch eine tschechische Wallfahrt, eher selten. Aber gerade in diesen Tagen ist hier ein Gruppe aus Tschechien und es sind zwei Priester mit dabei. Sie war ganz fasziniert und hat den Kontakt gesucht und am anderen Tag sahen wir sie mit einem Priester auf einer Bank auf der Pilgerwiese. Nachher kam sie nochmal zu uns, um sich zu bedanken. Diesen Dank konnten wir nur staunend weitergeben an die Gottesmutter, die alles wunderbar gef\u00fcgt hatte.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<div style=\"height:35px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-container-core-details-is-layout-27e973a5 wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Nun, da Sie diese Aufgabe niederlegen, was nehmen Sie aus diesen Jahren des Dienstes mit? Und welche Botschaft m\u00f6chten Sie der Sch\u00f6nstattfamilie hinterlassen, die weiterhin zum Urheiligtum kommen wird?<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn wir in uns hineinh\u00f6ren und dort Gottes Stimme wahrnehmen, dann sind es verschiedene Empfindungen: vielleicht l\u00e4sst es sich fassen in<em> \u201eHeimatbewusstsein und Pilgerbewusstsein\u201c.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir durften Wurzeln schlagen im Urheiligtum durch die vielen Begegnungen, durch die Arbeit und die Stille und Liturgie. Die Gottesmutter hat uns im Urheiligtum an sich gezogen, so konnten wir wachsen, pers\u00f6nlich und im Miteinander. Das gibt ein St\u00fcck Sicherheit \u2013 Heimat eben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unsere Wege vom Hausheiligtum zum Urheiligtum und von dort \u00fcberall hin, zu unseren Kindern und Enkelkindern, Freunden und Bekannten, wurden f\u00fcr uns im Laufe der Zeit zu Pilgerwegen. Wir sind berufen, das, was wir als Geschenk erfahren und erlebt haben, mit in unsere n\u00e4chste Lebensphase mitzunehmen und weiterzugeben: Die Liebe Gottes und seiner Mutter, die lebendig sp\u00fcrbar im Heiligtum ist. Wir hoffen, sie weitet unser Herz f\u00fcr diejenigen, die unsere Wege kreuzen und die, die mit uns gehen, und sie macht unser Herz bereit f\u00fcr die Schritte, die jetzt dran sind auf dem kommenden Pilgerweg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Botschaft bleibt: Hier ist Wohlsein, hier wollen wir H\u00fctten bauen.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<div style=\"height:38px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 id=\"h-ein-prophetisches-gemalde\" class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Ein prophetisches Gem\u00e4lde!<\/h2>\n\n\n\n<div style=\"height:37px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"72362\" src=\"https:\/\/schoenstatt.com\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Weweler-2.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-72362\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"72367\" src=\"https:\/\/schoenstatt.com\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Weweler.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-72367\"\/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:37px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Etwas, das wir gerne erz\u00e4hlen m\u00f6chten:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Umzug in 2013 hatten wir dann, wie jeder andere auch beim Umzug, Umzugskartons verpackt. Die haben wir dann nach und nach wieder ausgepackt. Unter anderem ein Gem\u00e4lde. Es stammt von einer Freundin aus unserer gemeinsamen Kirchenband in unserer Heimat G\u00fctersloh-Spexard. Auf diesem Gem\u00e4lde sind wir beide, Norbert und Bernadette Weweler zu sehen, wie wir vor dem Urheiligtum auf der Bank sitzen. Allerdings war es zu der Zeit, als wir in Sch\u00f6nstatt ankamen, noch nicht so. Wir erinnern uns: Es standen 2 gro\u00dfe Thuja-B\u00e4ume rechts auf der Pilgerwiese. Vor dem Urheiligtum war eine mannshohe Hecke. Das Urheiligtum zierte wilder Wein, und die Kerzenst\u00e4nder waren rechts an der Mauer des Urheiligtums.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach einem Jahr war alles anders: Die B\u00e4ume waren fort, auch die vordere Hecke, und der wilde Wein am Urheiligtum waren entfernt worden. Das Urheiligtum war nun vollst\u00e4ndig sichtbar, war gerade neu verputzt und neu gestrichen zum 100j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um. Der Kerzenst\u00e4nder stand dann (nach mehreren <code>Zwischen-Standorten<\/code>) vorne links. (Und zur Nacht des Heiligtums wurde das Urheiligtum auch noch rot angestrahlt, genau wie auf dem Gem\u00e4lde erkennbar.) Nun etwas ganz Besonderes: Das Gem\u00e4lde wurde etwa SECHS JAHRE VOR UNSEREM UMZUG NACH SCH\u00d6NSTATT gemalt! Es war also ein prophetisches Gem\u00e4lde!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das entsprechende Foto haben wir letztes Jahr aufgenommen, genau 18 Jahre nach Anfertigung des Gem\u00e4ldes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Lektorat:<\/strong> Hildegard Kaiser<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer in den letzten 13 Jahren Sch\u00f6nstatt besucht hat, ist sicherlich irgendwann einmal Norbert und Bernadette Weweler begegnet.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":72380,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[899],"tags":[1150,1078],"class_list":["post-72385","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-urheiligtum-de","tag-institut-der-schonstattfamilien-de","tag-urheiligtum-de"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v28.4 (Yoast SEO v28.4) - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-premium-wordpress\/ -->\n<title>13 Jahre im Dienst des Urheiligtums: Abschied von einer Mission, die Spuren hinterl\u00e4sst - 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